Uff. Also ist der Plan tatsächlich, die Energiekrise auf die denkbar unsozialste Weise lösen zu wollen (anstatt gerade jetzt Klima-/Zivilisationskollaps durch Degrowth und drastische Energiewende abzufedern und das Problem extreme finanzielle Ungleichheit/Umverteilung anzugehen).
Diejenigen, die eh wenig Geld haben, und das ist wohl der Großteil der Bevölkerung, können gar nicht mehr Energie einsparen als sie schon längst tun. Die genug Geld haben, werden ihre Lebensweise nicht ändern (und garantiert wird niemand sie im Eigenheim auf Heizverhalten kontrollieren) und die Wirtschaft bleibt auch unangetastet, weil "Wachstum".
Und diejenigen mit den einfachen Antworten (formally known as Pegida und "Querdenker") stehen schon geifernd in den Startlöchern, die Masse aufzuwiegeln :/

deutschlandfunk.de/bundesnetza

@IsabelleV
Tja, und nun? – Schon im letzten Bundestagswahlkampf fand ich die Fixierung selbst der Grünen auf Wirtschaft und Wachstum befremdlich. Und da sie nun mit einer sog. Partei koalieren, die das Verhindern von Gerechtigkeit im Kern ihrer Programmatik hat (und mit einer dritten, aber wofür steht die noch mal?), können wir ziemlich sicher sein, dass die aktuelle Regierung die Ursachen unserer drängendsten Probleme sämtlich ignorieren wird.

Bessere Optionen innerhalb des Rahmens repräsentativer Demokratie? Weit und breit nicht zu sehen. Stattdessen wieder wachsende Begeisterung für die mit den einfachen Antworten (siehe aktuelle Wahlumfragen Thüringen z.B.). Wie können wir den dringend überfälligen Systemwechsel anstupsen?

@ChW Dass darauf niemand eine Antwort hat (mich eingeschlossen) lässt mich zunehmend verzweifeln. Ich geb die Frage trotzdem mal weiter und geb die Hoffnung noch nicht auf (auch wenn ich denke, wir sollten uns auf das Schlimmste vorbereiten, hinsichtlich fascho-geführte Wutbürgeraufstände ebenso wie in Sachen Klima- und Zivilisationskollaps...)

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@IsabelleV
Im Wesentlichen haben wir ja zwei Wege, auf denen wir ein stabileres, verträglicheres System erreichen können – von oben oder von unten. Von oben wäre mir lieber, indem wir nämlich als Gesellschaft zu dem Konsens finden, dass alle Formen von Überkonsum asozial sind, bevor alles kollabiert. Der Blick auf die Weltlage sorgt da erst mal nicht für Hoffnung, aber vielleicht wird’s ja doch noch was. Wir sind halt meines Erachtens über den Punkt hinaus, an dem es noch hilft, gegen z. B. Kapitalismus auf die Straße zu gehen, wenn dahinter nicht auch der bewusste und möglichst massenhafte und konsequente Boykott kapitalistischer Gewohnheiten steht. Und wünschenswert wär’ s ja, wenn die üblen Preissteigerungen für Lebensnotwendiges zumindest bei vielen Menschen zu der Erkenntnis beitragen, dass das Leben nicht dadurch schlechter wird, dass man sich aus der Falle der Konsumzwänge befreit …

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