Meine Ansichten finden sich relativ weit links im politischen Spektrum, aber das geht mir echt zu weit.

Kulturelle Aneignung? - Wenn Rastalocken und Reggae für einen Sturm der Empörung sorgen - News - SRF
srf.ch/news/schweiz/kulturelle

@ddeimeke gestern brachte jemand den Aspekt der internationalen Küche und ihrer Rezepte ins Spiel - ist ja auch kulturelle Aneignung. Leute, nie wieder Pizza essen, keine Guacomole, keine Miso-Ramen-Suppe, oh, je nur noch Kartoffeln und Kraut und Rüben.

Halt! Die Kartoffeln kommen aus Amerika! Also Kraut & Rüben solo.

Dann Mahlzeit, ihr Feinde der kulturellen Aneignung. Denn wo ist mehr Kultur als beim Essen?

@blizzz du sagst es - ohne Kaffee läuft hier gar nix 😜 das sind Aussichten für trübe Tassen!

@energisch_ @blizzz @ddeimeke mir kommt es vor als Provokation um von innen Unruhe zu stiften und die Szene unmündig zu machen. </aluhut>

@kubikpixel @blizzz @ddeimeke
du sagst es! es ist ein Schritt in Richtung Kleinbürgerlichkeit, weg vom "global Citizen" und einer offenen Welt. Von wegen kulturelle Aneignung!

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@energisch_ @kubikpixel @blizzz @ddeimeke

Genau das trifft es auf den Punkt, Marina, das waren auch meine Gedanken dazu! Klar respektiere und unterstütze ich sämtliche Awareness-Debatten in der Bewegung (wie wir alle, denke ich) aber an diesem Punkt hab ich kein Verständnis, wenn es jetzt um klein-klein wie Haare geht. Bzw sogar um Frisurvorschriften. Ist ja angeblich alles kein Verbot, nur Diskussionsanstoß, aber das Ganze wurde ja noch nicht mal diskutiert, sondern es wurde direkt dazu übergegangen, Mitstreiter*innen mit white dreadlocks zu shamen und ein "Umdenken" in Sachen angeblichem rassistisch gelesenem Hintergrund der Frisur nahezulegen (und kritische Auseinandersetzung mit den kulturellen Hintergründen und eigenen Privilegien, wobei man es ja hätte belassen können). Es fand null Debatte statt, wo der Unterschied liegt zw "kultureller Aneignung", respektvoller Wertschätzung, wertvoller kultureller Bereicherung durch Austausch, sowie random Entwicklung der Frisurenmode im Laufe der Zeitgeschichte, und wo man jetzt die Grenze ziehen will (Musik, Kleidung, Essen?). Und es scheint kein Einsehen zu geben und man bekommt noch vorgeworfen, dass man so argumentiert wie die Typen die das "N"-Wort weiter nutzen wollen. Dabei ist doch gerade die Forderung "Rasta nur für POC", selbst identitär und bildet Mauern zwischen den Kulturen innerhalb der Bewegung. Bin einfach nur geplättet🤯
Mal abgesehen davon, dass solche Debatten jetzt für die gesamte Klimabewegung zur Unzeit kommen. Was die Öffentlichkeitswirkung in Sachen nachvollziehbarer Positionen angeht, was die wichtige Gewinnung von viel, viel mehr Mitstreiter*innen angeht, sowie den Kampf gegen den bevorstehenden und , unter dem schon jetzt weltweit unzählige POC leiden, für die Frisuren das geringste Problem sind. Ich schätze mal, deren Familien in D schütteln angesichts der Diskussion eher den Kopf (kann ich sogar aus eigenem Umfeld bestätigen), anstatt der Bewegung aus dem Grund beizutreten, dass es da künftig keine Weißen mit Dreadlocks mehr gibt :/

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