: Komme gerade vom Lungen-CT. War zuerst positiv überrascht, dass ich direkt im Anschluss eine Audienz bei der Ärztin der Radiologie bekam. Zu früh gefreut, denn es gab gleich 2 Dämpfer: Zuerst bekam ich zu hören, dass, O-Ton "nix von Corona zu sehen ist", und meine Atemnot seit knapp 1,5 Jahren daher rätselhaft. Obwohl sie auf Nachfrage einräumte, dass mehrere Post-Covid-Patient*innen auch davon berichten (die deutlichen Lungenvernarbungen erwähnte sie im Gespräch nicht, das las ich dann später in ihrem Befundbrief an den Pneumologen. Aber keine Corona-Nachwirkungen, is klar...). Außerdem gibt es wohl inzw einen kl "Rundherd" in der Lunge samt auffälligen Lymphknoten, der jetzt regelmäßig auf Wachstum gecheckt werden muss. Und diverse "Gefäß-Auffälligkeiten". Näheres erfuhr ich erstmal nicht. Hat natürlich auch alles nix mit nix zu tun. Kurzes Googeln zuhause ergab, dass solche Rundherde durch Infektionen ausgelöst werden können... Meist gutartig, können aber auch zu Tumoren werden. Währenddessen wird munter durchseucht, und wir werden als Kollateralschäden im Regen stehen gelassen... . Bin für heute erstmal bedient... (nächste Woche ist mein 1. Neurologen-Termin, ich werden berichten...).

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Update: Vorhin Anruf vom Pneumologen bekommen, um den den erwähnten CT-Befund zu besprechen. Er war tatsächlich etwas kleinlaut, als er eingestehen musste, dass meine Atemnot eindeutig noch Folge der Covid19-Infektion ist (was er beim ersten Termin ja bezweifelt hat, da es "so lange her sei"). Auch die Lungenvernarbungen und der Rundherd samt vergrößerte Lymphknoten wären typisch postviral🙄 (zur Erinnerung, Akutphase vor über 1,5 J war damals "mild". Zumindest aus medizinischer Sicht. Für mich war es alles andere als das, mit 2 Wo durchgehend Fließschnupfen, Schüttelfrost, heftigem Druckgefühl auf der Lunge, oft beängstigender Luftnot und anschließend 3 Monate chronischer Bronchitis/Husten. Gefolgt von sämtlichen -Symptomen).
Entwarnung wegen des Rundherdes hat er auf Nachfrage ausdrücklich nicht geben können😶 Jetzt muss halt durch regelmäßige CT-Kontrolle Klarheit gewonnen werden, ob der Herd wächst und sich was Größeres draus entwickelt...
Muss das jetzt erst mal verarbeiten...😬 (und will was anzünden, wenn ich sehe, wie FDP und Konsorten Covid und Folgen runterspielen)

Meine Nachbarin übrigens, von der ich hier mal berichtet hatte, hat jetzt nach der OP auch Gewissheit, dass die ausgeprägten Wucherungen/Gefäßveränderungen in den Nasennebenhöhlen tatsächlich Postcovid-bedingt waren. Als Lehrerin bekam sie damals wohl eine große Viruslast ab, was ja offenbar auch eine Rolle spielt. Außerdem bekam sie die Prognose, dass es nur zu 95% nicht erneut wuchern wird🤔

Ich frage mich, warum zur Hölle schlagen Mediziner*innen nicht heftigst Alarm, wenn man doch offensichtlich schon vor Covid19 ua von postviralen Rundherden, Gefäßschädigungen und Lungenvernarbungen (auch bei nicht Vorerkrankten) wusste, und der politische Trend Durchseuchung heißt? 🧐🧐🧐

@IsabelleV ich hatte neulich nen artikel verlinkt, da hiess es dann plötzlich, die bndesregierung täte sich auf einen gravierenden volkswirtschaftlichen schaden einstellen wg longcovid.

woran das festgemacht wurde blieb im dunkeln.

ich hab ja komplett aus heiterem himmel seit nem jahr asthma.
das sei genetisch, heisst es.
muss man ihne asthmatiker in der familie auch erstmal hinkriegen, wa?

@zucker
Jepp, ärztl Longcovid (inkl Folgen) -Gaslighting hat offensichtlich System😬 (und du hast ja mal erwähnt, dass du keinen Nachweis einer bekannten oder evtl asymptomatischen Covid19-Infektion hast. Dann können die es einem noch schwerer machen... :/ zu vermuten wärs aber, dass das Asthma da her kommt. Hast meine Soli😬).
Auch mit viel gutem Willen versteh ich den politischen Plan, sich in vollem Bewusstsein nen Haufen Berufsunfähige heranzuzüchten, null🤔

@IsabelleV das asthma ging ungefähr feb/märz'21 los, und vorher hatte ich mal ein paar tage erhöhte temperatur und entzündeten rachen.

damals musste man ewig vor der uniklinik schlange stehen für nen test, und spätestens da hätte man sich dann eingefangen.
also hab ichs bei selbstbeobachtung belassen und wirklich schlimm wurde es nicht.

@IsabelleV ich fands es strange, als ich endluch untersucht wurde diagnostizierte ein kardiologe copd. obwohl ich mehr als 12 jahre nimmer rauche, und die lunge nach so langer zeit als regeneriert gilt.
zumindest wenn man nie irgenwelche raucherspezifischen sachen hatte.

bronchitis und sowas hatte ich z.b. nie.

@IsabelleV das copd-mittel half auch nicht, bei der folgeuntersuchung war die lungenfunktion noch schlechter.

und jetzt isses aus heiterem himmel asthma, das ausgerchnet dann ausbricht, wenn die luftqualität wg lockdown besser wird.

und auch interessant:
für einen eventuellen zusammenhang mit dem nachgewiesenen morbus basedow interessiert sich niemand.
als wüsste man, das es der zusammenhang nicht sein könne ... upsi, was wäre denn da noch so .m*hust*

@zucker
Basedow-Zusammenhang auch interessant. Ich zB bin seit 10 J auch in Schidrü-Behandlung (ausgeprägte Unterfunktion, mit Verdacht auf Hashimoto). Also auch ne Autoimmunsache. Evtl dann höhere Longcovid-Anfälligkeit? Bzw hat Longcovid dann wiederum Auswirkungen auf Schidrü? (ich geh seither zusätzlich näml trotz Schildrüsentabletten und bei gleicher Ernährung auf wie ein Hefekloß, ohne diagnostizierbaren Grund😓) Wüsste ich gern, aber bisher hat sich auf Nachfrage auch keine Fach-Ärztin und kein Fach-Arzt für etwaigen Zusammenhang interessiert, oder das zumindest iwie vermerkt oder registriert :/

@zucker
Oha, copd... Da klingelt was. 2 Monate nach der Infektion ergab das erste Lungen-Röntgen bei mir näml. copd-artige Lungenveränderungen/-überblähungen (ich hatte zum Glück wenigstens offiziellen PCR-Test von Hausärztin. Den, trotz Sympt, zu kriegen, war damals auch nicht einfach. Und trotzdem schon damals einige Diskussionen und Argwohn der Ärzt*innen, ob Lungenveränderung echt von Corona kommt🙄 Geraucht hab ich übrigens nie😬)...

@zucker
Sympt deuten ja schon iwie drauf hin, dass du es es tatsächlich hattest😬

@IsabelleV Ich drücke dir die Daumen, dass du das möglichst bald ohne bleibende Folgen überstehen kannst. Umso frustrierender, wenn ich z.B. im Fitnessstudio Zeuge von Gesprächen werde, in denen Sätze fallen wie "Corona habe doch seinen Schrecken verloren" oder "Ist doch wie ne Grippe, da sterben auch Leute". Da sind z.T. Sätze, die wir eigentlich aus der Zeit zu Beginn der Pandemie kennen, als man noch nicht viel über das Virus wusste und Leute das aus Unkenntnis sagten.

@simsalabim Danke dir fürs Daumendrücken! :)
Ja, ich kanns auch echt nicht nachvollziehen, zumal doch inzwischen jede*r mindestens eine/einen Longcovid-Betroffene*n / oder schwerer Infizierte*n im näheren Umfeld kennen müsste, und mittlerweile auch Viele in Familien- Freundes- Bekanntenkreisen oder in der Nachbarschaft Coronatote beklagen müssen 😔 Das Runterspielen in Politik und Medien spielt imo aber auch ne große Rolle dabei, dass die Pandemie gefühlt für beendet erklärt wird :/

@simsalabim
Gerne. Zur Zeit der Infektion, Januar 2021, gab es leider noch keinen Impfstoff für alle, bzw fing die Impfkampagne erst so langsam an, mit Priorisierung von Senior*innen und Pflegekräften. Danach hab ich mich impfen und boostern lassen, sobald es möglich war (bzw gab es vorher noch Stress im Impfzentrum, weil die Genesung noch nicht 6 Monate her war und sie mich deswegen nicht impfen wollten. Ich war 2 Wochen zu früh 🤡... ). Hatte sogar das Gefühl, dass Longcovid vor allem nach 1. Impfe bisschen besser war.

@IsabelleV Oje... Das heißt, du hattest Covid bekommen, als du noch nicht geimpft warst?

@simsalabim Jepp, leider ja. Ich glaub, mit Impfung wärs nicht so schlimm verlaufen, und vielleicht sogar ohne so heftige Folgen😬

@IsabelleV@climatejustice.social
Uff.
😟

Das muss ich mir mal in Ruhe alles durchlesen. Erstmal drück ich dich ganz lieb.
🤗

Und es gibt durchaus Mediziner:innen, die Alarm schlagen. Aber es ist analog zum Klima: die Politik (ver)schläft.

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