Erfahrungen mit #LongCovid - Austausch gesucht.

Ich hatte heuer Anfang März Covid19. Relativ milder Verlauf. 4 Tage Schüttelfrost und leicht erhöhte Temperatur und extremes Rasseln in der Lunge.

Nach 14 Tagen und nochmals 14 Tagen je eine Episode mit extremer Allergie. Juckreiz am ganzen Körper.

In der folge schnelle Erschöpfungen bei körperlicher Aktivität. Dann gehen wieder 35km Radfahren am Stück...

Seither hatte ich immer wieder Episoden (jetzt grad auch) wo ich auf einmal, wie aus dem Nichts brennende Bronchien bekomme, meine Lungen verschleimen, die Lungen quietschen, pfeifen und brodeln. Ich krieg fast Atemnot. Muss räuspern, muss mich aufsetzen, weil ich im Liegen nicht mehr atmen kann... beim räuspern kommt Schleim/Flüssigkeit.

Nach 1-2 Stunden ist alles wieder weg, als ob nix gewesen wäre.

Der Lungenfacharzt konnte nix feststellen...

Die Frage ist: hat jemand mit diagnostiziertem LongCovid auch ähnliche Symptome, oder soll ich in andere Richtungen weiterforschen?

@jakob

Ja, hier 🙋‍♀️
Diagnose zu bekommen, oder überhaupt von Ärzt*innen ernst genommen zu werden, darum kämpfe ich seit 1,5 J, und hab es vor kurzem endlich geschafft, dass mal jm gründlicher nachgeguckt hat, sprich ua Lungen-CT. Ergebnis waren Mikro-Gefäßschäden und Vernarbungen im Lungengewebe (ohne Vorerkrankungen!) Diese Mini-Gewebeschäden wurden übrigens auch im gescannten Handgelenk entdeckt, und werden in sämtlichen Gelenken vermutet, weil die mir, neben den Lungen, seit der Infektion höllische Probleme machen.
Ua hatte ich in der Akutphase neben allem anderen (14 Tage durchgehend heftigste, konstant starke Grippesympt/Lungendruck) auch komische Nerven-Empfindungsstörungen und seltsame Hautflecken (aber keinen Juckreiz).
Wahrscheinlich sind die verschiedenen Longcovid-Sympt nicht bei jedem gleich, aber das was du da lungenmäßig beschreibst, ist bei mir fast identisch und laut meinem Lungendoc "ähnlich wie Copd/chronische Lungenüberblähung", und wird mittlerweile bei mehreren Covid19-Patient*innen, auch nach sog "mildem" Verlauf beobachtet. (Tipp: Hab daraufhin Atemtechniken gegoogelt, die in solchen Akutphasen gut helfen, zB sog "Lippenbremse").
Versuch iwie drauf zu bestehen, dass das zumindest richtig diagnostiziert wird. Auch wenns zermürbend ist, dass Ärzte das nicht ernst nehmen. So richtig Hilfe/geeignete Therapie gibt's halt so oder so bisher meist trotzdem nicht, aber du hast wenigstens Gewissheit, was in dir drin los ist😬
Noch ein Tipp: Pacing soll wohl bei Longcovid wichtig sein. Bedeutet: Sobald du dir zuviel zumutest, auch wenn du scheinbar die Kraft dafür hast, kann genau das wieder einen Rückschlag bedeuten😬

@IsabelleV Vielen Dank.

Mein Lungenfacharzt und der Hausarzt nehmen das schon ernst.
Der Lungenfacharzt meinte, er könne weder beim Lungenröntgen, noch beim Belastungstest oder Abhören etwas finden.
Aber, so meinte er, kenne er das Phänomen und es könne eventuell ein Internist mehr herausfinden, da sich Covid auch aufs Herz schlagen könne.

Und Wasser/Flüssigkeit in der Lunge kenne ich auch eher als Herzschwäche.

😔
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@jakob

Oha, vielleicht das dann auch noch checken lassen. Meine Hausärztin (zufällig Internistin) war zuerst ratlos und skeptisch wg meinen Symptomen, und eher für die Strategie "abwarten", hat aber dann doch iwann mal auf mein Insistieren (und weils halt auch nach über 1 Jahr nicht besser wurde) Facharzt-Überweisungen geschrieben und ua Herzecho gemacht. Es war aber in Sachen Herz offenbar alles ok und unauffällig, soweit man das halt im wahrscheinlich wenig aussagekräftigen Ultraschall erkennen kann...
Hoffentlich klärt es sich bei dir irgendwann, was da los ist😔

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