Wundert ihr euch auch, wo die Offenen Briefe der deutschen "Friedensbewegung" an die Russische Föderation bleiben, in denen sowas steht? 😃

Nein, stattdessen rufen die ersten besorgten "Pazifisten" schon danach, dass die Ukraine mit ihren erfolgreichen Offensiven jetzt aber bitte nicht zu weit gehen soll. Gott bewahre, nicht dass der Konflikt noch eskaliert. Jetzt wäre es aber an der Zeit, Putin mal ein Stück entgegenzukommen.
Es versteht sich von selbst, dass dieser ewig gleiche pro-russische Sermon, der ungeachtet jeder faktischen Realität von dieser "Friedensbewegung" in die Gesellschaft posaunt wird, keinen Fußbreit politischen Boden bekommen darf.

Wir teilen in dieser Sache die Position der antifaschistischen Genoss*innen in der Ukraine, Russland, Belarus, Polen und ganz Osteuropa: Frieden ist, wenn der letzte russische Panzer zurück auf seine verfluchte Seite der Grenze gerollt ist, oder, wenn es Not tut, gewaltsam hinübergeschoben worden ist. Frieden ist, wenn die gesamte ukrainische Bevölkerung in ihrem Land sicher vor dem russischen Terror ist. Frieden ist, wenn das russische Regime gestürzt und sein Einfluss auf alle Menschen der Region gebrochen wurde. Dann ist Frieden, vorher nicht.

Es lebe die Freiheit.
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twitter.com/maewald/status/157

"Battle of Cable Street" - Sie werden nicht durchkommen!

Am 4. Oktober 1936 versuchten etwa 3000 englische Faschisten der 'British Union of Fascists' unter ihrem Führer Oswald Mosley, einen Marsch durch das Londoner Arbeiterviertel East End zu erzwingen. Ihnen zur Seite standen etwa 7000 Polizeikräfte, die den reibungslosen Ablauf der Demonstration gewährleisten sollten. Die Eastender Antifaschist*innen aber hatten andere Pläne.

"I got to where the first battle took place ... it wasn't a battle, it was a defensive action against the fascists. And that was at Lemon Street, just around the corner here. And there, I remember leaning against the wall and seeing a massive army all around me. They say it was over 200.000 people congested in that one main road ..."

Durch einen Informanten in Polizeikreisen wurde den Antifaschist*innen kurzfristig die genaue Marschroute der Faschisten bekannt. An den wichtigen Kreuzungen versammelten sich etwa 20.000 East Ender Anwohner*innen, deren Zahl in den kommenden Stunden noch um zehntausende mehr anwachsen sollte, und errichteten Barrikaden. Als die Polizei versuchte, die Blockade an der Gardiner’s Corner in Whitechapel mit Gewalt zu durchbrechen, wehrten sich die Menschen entschlossen.

Gewerkschafter, Sozialisten, Kommunisten, jüdische und irische Arbeiter aber auch ganz normale Anwohner*innen, weigerten sich stur, sich auch nur um wenige Meter zurückschlagen zu lassen. Frauen kippten Küchenabfälle und Nachttöpfe aus den Fenstern auf darunter stehende Faschisten und die Polizei. Den ganzen Nachmittag lang lieferte sich das gesamte East End eine Abfolge von regelrechten Straßenschlachten um den Zugang zum Viertel. Selbst 4000 Mann Reiterstaffel, die zur Verstärkung gerufen wurden, konnte die trotzige Menge nicht auseinandertreiben. Im Laufe des Aufruhrs wurden sogar zwei Polizisten von den Demonstrant*innen gefangengenommen. Bevor man sie unverletzt in die Freiheit entließ, wurden die Helme als Erinnerungsstücke einbehalten.
Ohne Unterlass skandierten zehntausende von Antifaschist*innen: "They shall not pass!" - Sie werden nicht durchkommen.

"It was about 4 or half past 4, I think, that I could see the thing that was a stalemate. Police couldn't get through. And what was to me I think most uplifting, was to see: Bearded Jews and irish-catholic Dockers side by side behind the barricades, up here at the end of Cable Street, which stopped the police getting through ..."

Nach einigen Stunden musste Mosley seinen Marsch schließlich abbrechen und die Demonstration für aufgelöst erklären. Die Faschisten wurden nach Westen umgeleitet, weiterhin verfolgt von tausenden von Antifaschist*innen. Während der Auseinandersetzung wurden etwa 175 Menschen durch die Polizei verletzt und 150 verhaftet.

Der Tag ging als historische Niederlage des britischen Faschismus in die Geschichte ein. Der Einfluss der 'British Union of Fascists' lies in der Folge spürbar nach.

Oswald Mosley blieb noch bis 1951 eine zentrale Führungsfigur der englischen Nazis, bis ihn die Umstände, nicht zuletzt der wachsende Druck durch antifaschistische Aktionen der jüdischen Untergrundbewegung 43 Group, ins Exil zwangen und damit den Mosley-Faschismus und seine politische Karriere praktisch beendeten.

"It brought people together. It brought very diverse communities together. It brought them together as people who opposed fascist violence."
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Zitate: youtube.com/watch?v=NE_xclpTAe

Gedenktafel: upload.wikimedia.org/wikipedia

Die russische Süd-Front bricht zusammen ❤️

Nachdem die dritte Verteidigungslinie bei Dudchany von den ukrainischen Streitkräften durchbrochen wurde und parallel dazu ein Zangenangriff über das befreite Davydiv Brid nach Süden stattfindet, wurde allen russischen Truppen im Norden der Region Kherson der Rückzug befohlen. Die Russen werden wohl versuchen, bei Berislavka und Kozatske eine neue Verteidigung zu improvisieren, um die Stadt Kherson nicht zu verlieren.

Im Osten haben sich die beiden ukrainischen Angriffskeile bei der Ortschaft Bohuslavka vereinigt. Damit ist das gesamte Ost-Ufer des Flusses Oskil von Kupyasnk bis Oskil befreit. Nachdem die Flanken der Offensive gesichert sind, wird sich der ukrainische Vorstoß als nächstes gegen Svatova, Kreminna und Lysychansk richten.

Und dann gibt es da noch Anzeichen dafür, dass die Ukrainer östlich von Orikhiv eine dritte Offensive gegen die Region Zaporizhzhia starten. Der ukrainische Plan, dass die russischen Truppen nicht überall gleichzeitig gegen gut koordinierte Angriffe verteidigen können, geht nicht nur auf, es zeigt sich: Die Russen können offenbar überhaupt keine der Verteidigungsstellungen halten.

An dieser Stelle wieder unsere allerbesten Wünsche für die antifaschistischen Genoss*innen, die gerade in diesen Offensiven kämpfen. Danke für jeden Sieg, bleibt gesund.

Es lebe die Freiheit!
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Anarchistische Genoss*innen an der Front

Für alle, die mit militärischer Fachsprache und Lagekarten nicht so viel anfangen können, haben wir die aktuelle Situation der russischen Armee in der Ukraine mal grafisch zusammengefasst 😊

Querdenken-Niederlage in Leipzig

Hunderte Leipziger Antifaschist*innen haben den heutigen Querdenken-Aufmarsch zum Desaster gemacht. Nachdem letzte Woche junge Genoss*innen aus der Nazi-Demo heraus angegriffen und schwer verletzt wurden, waren heute alle auf den Beinen, um darauf zu antworten. Die Nazis wurden konsequent vom Innenstadtring wegblockiert und mussten sich schließlich auflösen.
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Oma gegen Rechts im Gegenprotest

Löcher in die russische Front schlagen ❤️

Keine Ruhe für den russischen Terror. Die ukrainischen Streitkäfte haben heute wohl die russische Süd-Front nördlich von Kherson am Fluss Dnipro durchbrochen. Alle Ortschaften nördlich von Dudchany wurden befreit. Damit könnte in den kommenden Tagen die gesamte russische Kontrolle über weite Teile der Region Kherson zusammenbrechen.

Ein weiterer ukrainischer Durchbruch gelang offenbar an der Front im Osten beim Brückenkopf Kupyansk. Ukrainische Verbände sind in diese Lücke eingebrochen und befinden sich gerade im Angriff auf die Ortschaften Orlyanske und Mykolaivka, wo die russischen Truppen eine hastig improvisierte Verteidigungslinie gezogen haben.

Unser Dank und unsere Gedanken mit den ukrainischen Antifa-Genoss*innen, die gerade in den ukrainischen Offensiven. Passt auf euch auf, bleibt am Leben und jagt den russischen Terror zu Teufel.
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Ukrainischer Anarchist vom Resistance Committee im Kampfeinsatz

Sieg in der Schlacht um Lyman ❤️

Die ukrainischen Streitkräfte haben wie erwartet die Kleinstadt Lyman befreit. Nach dem Durchbruch der ukrainischen Offensive durch die russische Front und der Einkesselung der Stadt blieb den russischen Truppen dort heute nur noch die Wahl zwischen Kapitulation oder verlustreicher Flucht. Damit wurden die einsatzfähigen Einheiten der Russischen Föderation in der nördlichen Donezk-Region wohl zerschlagen.

Allen antifaschistischen Genoss*innen, die in dieser Offensive kämpfen, unseren herzlichen Dank für euren Sieg, danke für euren Mut, danke für eure Verbissenheit. Bitte bleibt am Leben. Und lasst dem russischen Terror keine Minute Ruhe und keinen Fußbreit Boden.
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Ukrainische Anarchist*innen an der Front im Donbass

Die Autonome Antifa hat Geburtstag! :antifa:

"Außergewöhnlich brutal griffen die Autonomen an"

Am 1. Oktober 1983 wehrten sich mehrere hundert Antifaschist*innen militant gegen den NPD-Parteitag im niedersächsischen Fallingbostel, griffen Busse der Neonazis an und versuchten, durch Polizeiabsperrungen zum Veranstaltungsort zu gelangen. Bei den Auseinandersetzungen gab es 80 Verletzte und 30 Festnahmen. Der Tag wurde zum symbolischen Gründungsdatum der Autonomen Antifaschistischen Aktion, kurz: Antifa.

Antifaschistische Strukturen, die sich in Ansätzen schon Ende der 70er und Anfang der 80er herausgebildet hatten, verbreiteten sich in der Folge über die ganze Bundesrepublik. Mit der Gründung von autonomen Gruppen und der gegenseitigen Vernetzung reagierten die Antifaschist*innen auf die damals eskalierende Straßengewalt der Neonazis ebenso wie deren weitgehend ungehindertes politisches Agitieren in der bürgerlichen Mehrheitsgesellschaft.

"Erklärtes Ziel war, die Struktur und die Logistik von Faschisten anzugreifen und zu zerstören, um ihre Propaganda und ihre politische Arbeit unmöglich zu machen."

Militanz schien damals gleichbedeutend mit notwendigem Selbstschutz. Die Tätigkeiten der autonomen Antifa erstreckten sich von Recherche- und Aufklärungsarbeit gegen das rechte Spektrum bis zu konkrete Aktionen gegen neofaschistische Strukturen, es kam zu Angriffen auf rechte Verlage, Druckereien, Veranstaltungsorte und Fuhrparks der Nazis. Auch die bisweilen anstrengende Bündnisarbeit mit dem bürgerlichen Lager wurde aufgenommen:

"Für mich war die Bündnispolitik, mit anderen Leuten, mit dem DGB und mit Parteien zusammen zu den Nazis hinzugehen und damit Einfluss auf die öffentliche Meinung zu nehmen, viel entscheidender als manch großartige militante Aktion, die trotzdem großartig bleibt. Es muss aber ein ausgewogenes Wechselspiel geben zwischen legal und illegal. Heute würde ich sagen, dass das Wechselspiel zum Illegalen hin falsch gewichtet war."

Durch die Aufklärungsarbeit der autonomen Antifa wurde der wachsende Neofaschismus in Deutschland zunehmend auch in der Mehrheitsgesellschaft erkannt und ernsthaft problematisiert. Gegen Ende der 1980er Jahre waren die Strukturen jedoch weitestgehend erschöpft. Wachsende - zum Teil selbstgewählte - politische Isolation und eine massive Repressionswelle trugen wohl zu ihrem Niedergang bei. Die Idee vom organisierten antifaschistischen Widerstand ist allerdings nicht verschwunden, sondern trägt in veränderter Form bis heute fort.

Alerta Antifascista!
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Zitate aus: nd-aktuell.de/artikel/950860.w

"Jetzt können wir endlich alle nach Hause gehen."

Mit diesen Worten erschoss ein junger Mann den leitenden Militär-Kommissar in einem russischen Rekrutierungszentrum in Irkutsk, um die Zwangsrekrutierung seiner Freunde zu verhindern.
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Foto: Ruslan Z. nach seiner Festnahme

"Wir sind keine Räuber, wir sind Kämpfer des libertären Widerstands." ❤️ 🖤

28. September 1955: Während eines Besuchs des faschistischen Diktators Franco in Barcelona rief sich der anarchistische Widerstandskämpfer Francesc Sabaté ein Taxi. Damit ließ er sich durch die Stadt fahren und schoss dabei mit einem selbstgebauten Mörser ganze Haufen von antifaschistischen Flugblättern aus dem Dachfenster des Wagens. Den besorgten Taxifahrer beruhigte er mit der Auskunft, er sei Regierungsmitarbeiter und hätte den Auftrag, franquistische Propaganda zu verteilen. Am Ende der Fahrt gab er großzügiges Trinkgeld und verschwand unerkannt.

Genosse Sabaté kämpfte weiter entschlossen im antifaschistischen Untergrund, bis er 1960 vom Feind erschossen wurde.

Pasaremos - Irgendwann werden wir siegen

"Sie mussten sich bäuchlings auf die Leichen der Ermordeten legen und auf die Schüsse warten, die von oben kamen. Dann kam die nächste Gruppe. 36 Stunden lang kamen Juden und starben."

Heut vor 81 Jahren haben SS, Wehrmacht und deutsche Polizei in der Schlucht von Babyn Jar 33.000 jüdische Männer, Frauen und Kinder mit Maschinengewehren ermordet. 36 Stunden lang, etwa 1000 Menschen pro Stunde ... Möge das Andenken der Ermordeten ein Segen sein. Erinnern heißt Kämpfen.

Der ukrainische Vormarsch läuft weiter ❤️

Die Kharkiv-Offensive der ukrainischen Streitkräfte ist offenbar noch nicht zu Ende. Die hastig errichtete russische Front am Fluss Oskil wurde an mehreren Stellen durchbrochen und ukrainische Brückenköpfe am Ostufer freigekämpft.
Ein ukrainischer Vorstoß nord-westlich von Lyman hat die russisch-besetzte Kleinstadt beinahe eingekesselt, die einzig verfügbare Versorgungsstraße der Russen steht unter ukrainischem Feuer. Man darf annehmen, dass die russischen Truppen in den kommenden Tagen auch dort flüchten werden. Damit hätten die ukrainischen Streitkräfte nicht nur eine weitere massive Delle in die russische Front geschlagen, sondern würden auch alle bisherigen kleinräumigen Gebietsgewinne der Russen um Bakhmut herum bedrohen.

Allen antifaschistischen Genoss*innen an der Front unsere herzlichsten Wünsche, passt auf euch, lasst dem russischen Terror keinen Fußbreit Boden.
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Belarusische Anarchist*innen in der Kharkiv-Offensive

"Die Angst bekämpfen - den Faschismus zerschlagen" ❤️

Solidarität mit den Antifaschist*innen in Italien im Widerstand gegen die drohende faschistische Regierung. Niemals vergessen, dass es wieder die Konservativen waren, die den Faschisten zur Macht verholfen haben. Avanti popolo, alla riscossa.

Was heutzutage als AnTiiMpeRiaLisMuS durchgeht ist ein reaktionäres, antidemokratisches und pseudo-linksideologisches Elend. 😘

"Nachdem die “Ära der Revolutionen” vorbei war, begann diese europäische Linke, die Revolutionen der so genannten Dritten Welt, in denen sich der antikoloniale Kampf mit dem antikapitalistischen Kampf verband, in einer Weise zu parasitieren, dass sie die anstehende wirtschaftliche Revolution mit Antiamerikanismus und damit mit Antieuropäismus verwechselte - und immer noch verwechselt. Dies führte beispielsweise dazu, dass der Teil, den ich als “Staliban” bezeichne, zunächst den arabischen Revolutionen misstraute und dann offen wie Fußballfans blutige Diktatoren wie Gaddafi oder Bashar Al-Assad unterstützte, die im Übrigen weder revolutionär noch antikapitalistisch oder antiimperialistisch waren. Heute wiederholt sich die Geschichte mit Russland und der Ukraine."

- Santiago Alba Rico, spanischer Philosoph und Marxist.

Oktoberfest-Attentat - Kein Vergeben, kein Vergessen

"Alles war voller Blut, überall Blut."

Am 26. September 1980 ermordeten deutsche Faschisten auf dem Münchner Oktoberfest mit einer Rohrbombe 13 Menschen, 200 wurden schwerst verletzt und verstümmelt. Zwei Tage später ging der Festbetrieb weiter, als wäre nichts geschehen.
Eine Überlebende erinnerte sich an den Moment der Explosion: "Noch im Fliegen dachte ich: Das werden sie wieder den Linken in die Schuhe schieben."

Tatsächlich versuchte Franz Josef Strauß sofort, den Anschlag im Wahlkampf gegen Links zu instrumentalisieren. Vergeblich, alle Hinweise wiesen in die Neonazi-Szene.

Der angebliche "Einzeltäter" Gundolf Köhler war Teil der rechtsextrem-militanten "Wehrsportgruppe Hoffmann", die Hintergründe und Verstrickungen haben die Staatsanwaltschaft nie wirklich interessiert, Ermittlungen wurden eingestellt. Beweismittel waren vernichtet oder verschwunden.

Seit 2014 wurden die Ermittlung auf Druck der Öffentlichkeit neu eröffnet.

2016 musste der verantwortliche LKA-Chef wegen Verbindungen in das rechtsextreme Rocker-Millieu vom Fall abgezogen werden ...

Im Mai 2019 vermeldete die SZ, die Ermittlungen würden nun endgültig ergebnislos eingestellt:

"Es gibt keine letztliche Klärung."

Wenn heute wieder der deutsche Faschismus im Bundestag sitzt, dann weil Nazis in diesem Staat von diesem Staat seit 70 Jahren ignoriert, verharmlost und geschützt werden.

Nie wieder!

"Wir werden kämpfen, wir werden sterben, wir werden uns den Iran zurückholen!"

Solidarität und viel Liebe für den mutigen Kampf der iranischen Revolutionär*innen gegen das verdammte Mullah-Regime ❤️

"Referenden" in besetzten Gebieten - Russlands kalte Füße

Das russische Regime hat heute angekündigt, in den besetzten Gebieten in der Ukraine "Abstimmungen" über den "Beitritt" zur Russischen Föderation durchzuführen. Betroffen sind die Regionen Donezk, Luhansk und Kherson. Das Regime ließ außerdem verlauten, es werde Angriffe auf ihre neugewonnenen Gebiete auch mit Nuklearschlägen beantworten. Offenbar steht der russischen Front das Wasser bis zum Hals, durch die hastige Eingliederung will man mittels atomarer Drohkulisse sichern, was regulär scheinbar nicht viel länger zu halten ist. Das russische Regime weiss dabei genau, dass der Einsatz von taktischen Atomwaffen auf ukrainischem Gebiet das Ende des russischen Regimes bedeuten würde.

Den ukrainischen Genoss*innen, die gerade an den Kämpfen im Süden und Osten beteiligt sind, alles erdenklich Gute. Wir wünschen euch den hoffentlich baldigen Sieg. Keinen Fußbreit dem russischen Terror.
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Symbolbild: Antifa-Ultras von Arsenal Kyiv feiern ihr 15-jähriges Vereinsjubiläum an der Front

Ein polnischer Held - Antifa in Auschwitz ... ❤️

"Ich habe versucht, mein Leben so zu leben, dass ich in meiner Todesstunde eher freudig wäre statt betrübt."

- Witold Pilecki, polnischer Kavallerie-Offizier und antifaschistischer Widerstandskämpfer, nach Verkündung seines Todesurteils.

"Pilecki (geb. 1901) kämpfte in der polnischen Armee gegen die deutschen Nationalsozialisten, als diese im September 1939 Polen überfielen. Nach dem Angriff der Sowjetunion im Osten Polens, gründete er zusammen mit Jan Włodarkiewicz die Tajna Armia Polska (geheime polnische Armee), eine Untergrundorganisation. Rund 8 000 Männer gehörten der Organisation im Jahre 1940 an.

Witold Pilecki hatte die Idee, das KZ Auschwitz zu infiltireren um Informationen nach außen zu schmuggeln und Widerstand im Lager zu organisieren. Zu diesem Zeitpunk wusste man wenig über die Aktivitäten im Konzentrationslager. Er ließ sich verhaften und wurde vor seiner Deportation nach Auschwitz zwei Tage lang gefoltert.

Im Konzentrationslager gehörte Pilecki verschiedenen Lagerkommandos an und organisierte eine "Vereinigung militärischer Organisationen" (ZOW, nach dem polnischen Namen "Związek Organizacji Wojskowej"). Die ZOW verbesserte die Moral der Insassen und versuchte zusätzliche Nahrung und Kleidung zu beschaffen.

Außerdem wurden Nachrichten nach außen geschickt, so dass die britische Regierung ab März 1941 über die Gräueltaten in Auschwitz informiert wurde.
Die ZOW wuchs stetig und hatte im Frühjahr 1942 rund 1 000 Mitglieder. 1943 entschloss sich Pilecki zur Flucht aus dem Konzentrationslager. Dabei überwältige er mit zwei Kameraden die KZ Wachen und so konnten die Flüchtigen sogar Dokumente stehlen.

Nach der erfolgreichen Flucht trat Pilecki in die Heimatarmee ein und kämpfte im Warschauer Aufstand im August 1944. Nach der Befreiung Europas von den Nationalsozialisten, machte sich der zum Oberstleutnant beförderte Pilecki auf, die sowjetischen Gräueltaten und die Verfolgung von Polen zu sammeln. Dabei wurde er von den Sowjets verhaftet und vor Gericht gestellt. Er wurde wegen Spionage zum Tode verurteilt und am 25. Mai 1948 hingerichtet. Erst 1990 wurde Pilecki rehabilitiert."

- Alerta

Kharkiv-Offensive: Ein unerwarteter Sieg ❤️

Nachdem sich der Staub der ukrainischen Kharkiv-Offensive etwas gelegt hat, eine kurze Lageeinschätzung.

Mit dem erfolgreichen Einbruch in die schwach verteidigte russische Front im Nordosten ist der Ukraine ein maßgeblicher Teilerfolg gelungen. Entgegen der anfänglichen internationalen Unkenrufe von "nur ein paar eroberter Dörfer" zeigt sich nun, dass der gesamte Bezirk Kharkiv befreit werden konnte, inklusive der strategisch wichtigen Stadt Izium. Mit dem Verlust dieser Position hat der russische Terror nicht nur einen handfesten moralischen Schlag abbekommen, er hat auch jede realistische Chance verspielt, seine Missionsziele in der Erobern des restlichen Donbass zu erreichen. Ohne die Möglichkeit eines Zangenangriffs über Izium werden sich die ukrainischen Linien um Kramatorsk wohl nicht überwinden lassen. Der ohnehin quälend langsame russische Vormarsch aus dieser Richtung wird zum Stehen kommen.

Im Süden ist die Lage unübersichtlicher. Es scheint aber, als wären die Vorstöße der ukrainischen Streitkräfte Richtung Kherson nicht bloße Ablenkungsmanöver gewesen, wie bisweilen zu hören war. Russische Verteidigungslinien wurden dort vielerorts kilometerweise eingedrückt, und offenbar ziehen sich russische Truppen nach und nach in Richtung des Dnipro zurück. Mit der Quasi-Aufgabe von Ortschaften kurz vor Kherson steht die Fähigkeit der Russen, die Stadt zu halten, grundlegend in Frage. Es gibt außerdem Gerüchte, russische Truppenteile in der Gegend würden mit der Ukrainischen Armee über Kapitulation verhandeln.

Mit der Kharkiv-Offensive haben die ukrainischen Streitkräfte alle pessimistischen und defätistischen Stimmen der letzten Monate Lügen gestraft. Sie haben gezeigt, dass die Ukraine zu erfolgreichen großräumigen Operationen mehr als fähig ist, wenn man ihren Soldat*innen die entsprechenden Waffen in die Hand gibt. Unser Dank gilt allen antifaschistischen Genoss*innen, die an dieser Offensive teilgenommen haben. Das Mindeste, was wir tun können, ist, ihnen die Panzer für den nächsten Angriff zu schicken.

Es lebe die Freiheit.
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Symbolbild: Soldat der 93. Mechanisierten Brigade

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