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Verbannung bei Gier - Das ist doch mal ein Konzept.

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Wir sind alle mitschuldig. Wir lassen zu, dass der »Markt« bestimmt, was uns wichtig ist. Das neue Gremeinwohl scheint auf einem verschwenderischen Lebensstil zu beruhen, der die Verkäufer reich macht, aber die Seele und die Erde verkümmern lässt.

Mahnende Geschichten vom Windigo entstanden in einer am Gemeinsinn orientierten Gesellschaft, in der Teilen unerlässlich für das Überleben war und Gier den Einzelnen zu einer Gefahr für das Ganze machte.
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In der alten Zeit wurden Einzelne, die die Gemeinschaft gefährdeten, weil sie zu viel für sich selbst nahmen, zuerst ermahnt, dann ausgegrenzt und schließlich, wenn sie nicht von ihrer Gier lassen wollten, verbannt.
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Der Mythos vom Windigo ist vielleicht aus der Erinnerung an die Verbannten entstanden, die dazu verurteilt waren, hungrig und einsam umher zu irren, und die sich an denen rächen wollten, die sie vertrieben hatten. Aus dem Gefüge wechselseitigen Gebens und Nehmens verstoßen zu werden, ist eine furchtbare Strafe. Man hat niemanden mehr, der etwas mit einem teilt, und niemanden, für den man da sein kann.
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Quelle: Geflochtenes Süßgras, Robin Wall Kimmerer

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