Habt ihr euch mal gefragt, warum die Klimabewegung so weiss ist?

Hier eine BIPoC Perspektive als Teil des Panels vom #EndeGelände Skillshare an der #l277.

Hört es euch an, es wäre wichtig. Das vollständige Video, bitte. :)

pscp.tv/w/1MYGNVjRzYwGw

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pscp.tv/w/1MYGNVjRzYwGw

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Sehr empfehlenswert anzuschauen. Leider scheiß Audio, aber super Inhalt.

Meine random Gedanken dazu:

Als ich bei FFF angefangen habe, hab ichs gar nicht gecheckt, dass das eine weiße elitäre Bewegung ist, da mein eigenes soziales Umfeld noch viel weißer ist/war. Die Augen sind mir ehrlich gesagt erst nach den Corona Ausgangsbeschränkungen aufgegangen, als ich wieder bewusst Leute auf der Straße und in der U-Bahn angeschaut habe und gemerkt habe, wie viele POC es in Wien eigentlich gibt.

Bei FFF Wien gabs ein Notplenum in dem entschieden werden sollte, dass wir die große Demo aktiv bewerben und als FFF dort auch auftreten. Leider ist das an unserem 4/5-Mehrheitssystem und einer sturen Minderheit gescheitert. Auch waren wohl viele nicht beim Plenum weil ihnen "eh klar war", dass das schon durchgehen würde. Ich war nicht dabei, weil ich gerade digitale Abstinenz betrieb und das Plenum noch dazu über fucking Zoom stattfand.

ist was, was bei uns leider sehr schwierig ist. Schon allein weil in unserem Wiener Selbstverständnis steht "Als Bewegung äußern wir uns ausschließlich zu Themen mit direktem Bezug zu Klimagerechtigkeit und Umwelt." und eine blockierungsfähige Minderheit nicht so sieht, dass sie andere (als Klimaschutz) Kämpfe einbezieht. eben.

Warum schaffen es die Rechten ihre Kräfte immer zu bündeln und wir schaffen es nicht? Bei anti Corona Demos marschieren Corona-Leugner neben Camptrail-Idioten und Nazis.
Bei FFF Demos hingegen sind Antifa-Flaggen und Anarchismus-Symbole explizit unerwünscht.

Wir kämpfen alle gegen das gleiche rassistische, nationalistische, sexistische, kolonialistische, hierarchische, kapitalistische, ... System - also wieso kämpfen wir nicht zusammen?

Bei uns heißt es dann immer: Klima ist ein Thema das in der Gesellschaft angekommen ist und wenn wir uns zu anderen Sachen äußern, sprechen wir viel weniger Leute an und erfahren viel weniger Unterstützung. Das mag schon sein, aber das ist eine sehr privilegierte Sichtweise. Nur weil die auch alte weiße cis-hetero Männer betrifft ist das Thema in der Gesellschaft angekommen.
Wenn wir uns aber weiterhin nur zu Klimaschutz äußern, dann sollten wir uns verdammt nochmal nicht nennen dürfen.

In den 7 Grundsätzen von FFF Österreich, die wohl über dem Wiener Selbstverständnis stehen, ist aber folgendes geschrieben:
"Wir sind eine von der Jugend ausgehende Bewegung, die alle Menschen anspricht und zusammenbringt."
und:
"Alle Menschen, die mit unseren Zielen und Forderungen übereinstimmen, haben in unserer Bewegung Platz."

Um alle Menschen anzusprechen und zusammenzubringen und allen in der Bewegung Platz zu bieten, müssen wir aktiv etwas tun. Unterprivilegierte Menschen kommen nicht einfach, wenn wir ihnen nicht die Hand reichen.

@ende_gelaende@climatejustce.global

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@PaulaToThePeople
Zur Audio-Quali: schonmal probiert sie mit audacity zu verbessern?

@tommy Noch nicht, nein. Aber ich habs heute in der Früh, wies noch recht still war, mit Kopfhörern angeschaut und das meiste verstanden.
Bin auch mit Audacity nicht sehr begabt.

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